Von Christian Unbehaun3 Min. LesezeitRückblick 2023 – 2026 · KI · Beratung
KI im Kundenprojekt – mit klaren Regeln
Wo KI in der App-Entwicklung Zeit spart, wo Vorsicht nötig ist – und welche Regeln für mich gelten, wenn Quellcode und Daten das Haus nicht verlassen dürfen.
Ob KI in der App-Entwicklung eingesetzt werden darf, ist für viele Auftraggeber inzwischen eine wichtige Frage. Meine Antwort: gern – aber nach den Regeln des Projekts, nicht nach meinen.
Wo KI Zeit spart
- Sich einlesen. In einer großen, fremden Codebasis findet KI Zusammenhänge schneller als jede Volltextsuche.
- Umbauten nach Muster. Migrationen, Umbenennungen und aktualisierte Abhängigkeiten, bei denen hundertfach dasselbe zu tun ist.
- Tests und Grenzfälle. KI schlägt Fälle vor, an die man selbst nicht gedacht hat.
- Dokumentation und Skripte. Kleine Werkzeuge, die bei jedem Release Zeit sparen.
- Prototypen. Eine Idee lässt sich in Stunden statt Tagen ausprobieren.
Wo Vorsicht nötig ist
Gesundheits- und Bankdaten, Quellcode als Geschäftsgeheimnis, Vorgaben aus Verträgen und Regulierung: In vielen Projekten darf nichts davon das Haus verlassen, und das ist richtig so. Dazu kommt sicherheitskritischer Code – Verschlüsselung, Authentifizierung, Signaturen. Hier ist ein KI-Vorschlag ein Entwurf, kein Ergebnis, und wird entsprechend gründlich geprüft.
Wie ich mit KI umgehe
- Die Regeln des Projekts gelten. Ob und welche KI-Werkzeuge eingesetzt werden, entscheidet der Auftraggeber.
- Wo KI nicht erlaubt ist, bleibt sie draußen. Kein Projektcode und keine Daten in KI-Werkzeugen.
- Allgemeine Fachfragen – etwa zur Architektur oder zu Lösungswegen – stelle ich so, wie ich sie in einem Fachforum stellen würde: ohne Projektcode, ohne Daten, ohne Kundenbezug.
- Ich verantworte jede Zeile. Ganz gleich, wer sie zuerst geschrieben hat: Code kommt erst nach Review und Tests ins Projekt.
Meine Empfehlung
Teams, die KI einführen wollen, rate ich, klein anzufangen – mit einem abgegrenzten Bereich wie Tests, Dokumentation oder Skripten. Die Regeln gehören schriftlich festgehalten: welche Werkzeuge, welche Daten, wer prüft. Und die Werkzeuge sollten so gewählt sein, dass vertraglich geregelt ist, was mit Code und Daten geschieht.
Was ich mitbringe
Meine Erfahrung mit KI stammt vor allem aus meinen eigenen Projekten, in denen ich die Regeln selbst festlege. Wie das aussieht, steht in der Notiz Zwei Apps, ein Entwickler, ein Team aus Agenten. In Kundenprojekte bringe ich beides mit: das Wissen, was KI kann, und die Disziplin, sie wegzulassen, wo sie nicht hingehört.
Ein ähnliches Vorhaben? Anfragen werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden beantwortet.
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